
Wie funktioniert Smart Bidding im B2B, wenn 50 Conversions ein Quartal dauern?
Google nennt für die Lernphase jetzt rund 50 Conversion-Ereignisse. Im B2B dauert das oft Monate. So gebt ihr dem Algorithmus trotzdem eine faire Chance.
AI Overviews und AI Mode kosten Klicks. Warum die Publisher-Zahlen B2B nicht in gleicher Härte treffen und welche Inhalte und Kennzahlen jetzt zählen.

Innerhalb von nur einer Woche sind gleich mehrere Datenpunkte aufgetaucht, die dasselbe Bild zeichnen. Laut Comscore enthielten im Juni 39,4 % der US-Desktop-Suchen eine AI Overview, ein Jahr zuvor waren es noch 25,8 %. Fast jede zweite Suche liefert also inzwischen eine KI-Antwort direkt in den Ergebnissen mit.
Dazu passt eine Studie der University of Pennsylvania und der Northeastern University mit über 1.100 Nutzern. Sie zeigt, dass der AI Mode die Klicks auf externe Websites um 18,8 Prozentpunkte senkt und Nutzer teilweise sogar zu anderen Suchmaschinen treibt. Chartbeat meldet für Publisher außerdem einen Rückgang des Google-Search-Traffics um 40,2 % im Jahresvergleich, während Verweise aus KI-Systemen nur bei rund 0,01 % liegen.
Am Ende einer AI Overview verlinkt Google zudem Folgefragen, die nicht auf Websites, sondern direkt in den AI Mode führen. Der Nutzer bleibt damit im Google-Kosmos, statt zu uns zu kommen.
Es gibt aber auch eine Gegenbewegung. Laut Peec AI enthalten inzwischen über 25 % der AI Overviews externe Links, vorher waren es fast null. Wer in der Antwort verlinkt wird, gewinnt also wieder Sichtbarkeit.
Die Zahlen aus der Publisher-Welt klingen dramatisch, und für Nachrichtenseiten sind sie es auch. Publisher leben davon, dass möglichst viele Menschen auf informationale Inhalte klicken. B2B-Unternehmen verdienen ihr Geld dagegen nicht mit Seitenaufrufen, sondern mit Anfragen und Aufträgen.
Wir beobachten, dass sich AI Overviews vor allem bei Suchanfragen zeigen, die etwas erklären wollen. Transaktionale und anbieterbezogene Suchen wie „Anbieter für X" oder konkrete Produktnamen bleiben bislang weitgehend verschont. Wer eine Lösung kaufen will, sucht eben selten nach einer Definition.
Der Schmerz sitzt dort, wo bisher Ratgeber- und Wissensinhalte für Awareness gesorgt haben. Das sind genau die Artikel, die früher zuverlässig Traffic gebracht haben. Sinkende Klickzahlen bedeuten deshalb nicht automatisch sinkende Nachfrage, sondern oft nur, dass die erste Frage jetzt woanders beantwortet wird.
„Panik hilft nicht, ein nüchterner Blick auf die eigenen Daten schon.“
Floreal Rubio Serrano, Geschäftsführer
Stell dir vor, jemand fragt im Büro einen Kollegen, worauf man bei einer Anschaffung achten sollte. Der Kollege antwortet direkt, und die Person muss nie in den Ratgeber schauen. So ähnlich funktioniert die KI-Antwort: Sie beantwortet die erste Frage, bevor jemand unsere Website überhaupt sieht.
Für die eigene Website bleibt damit vor allem die Phase, in der Vertrauen, Vergleich und Entscheidung stattfinden. Hier entscheidet sich, ob aus Interesse eine Anfrage wird. Genau deshalb verschieben sich die Rollen der Inhalte im Trichter. Basiswissen übernimmt zunehmend die KI, während unsere Seiten die Tiefe, die Belege und die Einordnung liefern müssen.
Damit verliert Traffic als KPI für Content im B2B deutlich an Aussagekraft. Eine Seite kann viele Besucher haben und trotzdem keine einzige Anfrage vorbereiten. Umgekehrt kann eine Seite in KI-Antworten auftauchen, Marken bekannt machen und später den entscheidenden Impuls geben, ohne dass im Report ein Klick sichtbar wird.
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Eine Bestandsaufnahme für Industrie, Technologie und spezialisierte Dienstleister: wie sich das Rechercheverhalten von Entscheidern verändert hat, welche Kanäle an Wirkung verlieren und woran sich messbare Nachfrage heute aufbauen lässt.
Rankbar war früher, wer die passenden Keywords sauber untergebracht hat. Zitierfähig ist, wer etwas liefert, das eine KI nicht einfach selbst zusammenbauen kann. Das ist der wesentliche Unterschied.
Ein Preisrahmen mit nachvollziehbaren Einflussfaktoren ist für eine KI ein starker Baustein, ein allgemeiner Absatz über „die Vorteile von Qualität" dagegen nicht. Je konkreter und belegbarer ein Inhalt ist, desto eher wird er aufgegriffen.
Auf der anderen Seite gibt es Formate, die wir getrost einstellen können. Dazu gehören die x-te Erklärung eines Begriffs, den jede KI längst souverän beantwortet, und Listen-Artikel ohne eigene Perspektive. Sie kosten Zeit, bringen kaum Sichtbarkeit und gehen in der Masse unter.
Wer weiter nur auf Klicks schaut, misst mit einem Maßstab, der die Realität nicht mehr abbildet. Wir empfehlen deshalb, die neuen Search-Console-Berichte zu generativer KI als festen Bestandteil des Reportings einzuführen. Sie zeigen, ob und wie Inhalte in KI-Antworten auftauchen, und liefern damit eine Sicht, die reine Klickzahlen nicht bieten.
Dazu kommen Brand-Mentions in ChatGPT, Gemini und Perplexity. Wird unser Unternehmen genannt, wenn nach Lösungen oder Anbietern gefragt wird? Das lässt sich manuell prüfen und mit Tools regelmäßig beobachten.
Außerdem lohnt der Blick auf Assisted Conversions statt auf reines Last-Click-Denken. Viele Anfragen entstehen nach mehreren Berührungspunkten, und einer davon ist heute häufig eine KI-Antwort. Weniger Klicks bei gleichbleibender Anfragequalität sind deshalb noch kein Alarmsignal. Sinkt dagegen die Qualität der Anfragen, sollten wir genauer hinsehen.
Ein Umbau muss nicht als Großprojekt starten. Wir empfehlen, in drei Etappen vorzugehen.
In den Wochen 1 bis 4 steht der Content-Audit an. Welche Seiten verlieren Klicks, und welche liefern trotzdem noch Anfragen? Erst mit dieser Antwort wissen wir, wo wirklich Handlungsbedarf besteht.
In den Wochen 5 bis 8 konsolidieren wir schwache Inhalte. Mehrere dünne Artikel zum selben Thema werden zusammengeführt, veraltete Seiten überarbeitet und die Prioritäten neu gesetzt.
In den Wochen 9 bis 12 bauen wir Referenzinhalte auf und richten das neue Reporting ein. Hier entstehen die Vergleiche, Preisrahmen und Erfahrungsberichte, die zitierfähig sind.
Ob der Kurs stimmt, erkennen wir daran, dass die Sichtbarkeit in KI-Antworten steigt, die Anfragequalität stabil bleibt und die Inhalte klarer zwischen Wissen und Entscheidung unterscheiden.
AI Overviews und AI Mode verändern, wie Menschen Informationen finden. Für B2B-Unternehmen ist das kein Grund zur Panik, aber ein klarer Auftrag zum Umdenken. Die Publisher-Zahlen zeigen die Richtung, treffen B2B aber nicht in gleicher Härte, weil vor allem informationale Suchanfragen betroffen sind, während anbieterbezogene Suchen bislang stabiler bleiben.
Wer weiter nur auf Traffic schaut, misst mit dem falschen Maßstab. Entscheidend ist, ob die eigenen Inhalte in der Antwort auftauchen, ob sie zitierfähig sind und ob sie Anfragen vorbereiten. Mit Referenzinhalten, sauberer Struktur und neuen Kennzahlen lässt sich Sichtbarkeit auch in einer Welt mit weniger Klicks aufbauen.
Wie sichtbar ist dein Unternehmen eigentlich schon in AI Overviews, ChatGPT und Perplexity? Genau das prüfen wir in unserem GEO-Sichtbarkeits-Check. Wir zeigen dir, wo du bereits zitiert wirst, wo Wettbewerber vorn liegen und welche Inhalte den größten Hebel haben.

Google nennt für die Lernphase jetzt rund 50 Conversion-Ereignisse. Im B2B dauert das oft Monate. So gebt ihr dem Algorithmus trotzdem eine faire Chance.

Wir erleben es regelmäßig: Das Werbebudget fließt vollständig in Google Ads, Microsoft Ads wurde nie ernsthaft geprüft, und auf die Frage, warum, kommt meistens die gleiche Antwort. Bing sei irrelevant. Zu klein.

Wir kennen dieses Gefühl aus vielen Gesprächen mit B2B-Marketing-Teams: Die Website steht, das Design ist okay, die Ladezeiten sind akzeptabel. Trotzdem bewegt sich nichts.
Kurz schildern, worum es geht und ihr bekommt eine ehrliche Einschätzung zu SEO, GEO oder Paid Media.