Google Ads

Google Ads fügt Ihren Anzeigen jetzt selbstständig Angebote hinzu

Seit dem 12. Oktober 2026 zeigt Google Ads automatisch Rabatte und Aktionen von Ihrer Website unter Ihren Anzeigen an. Warum das für Hersteller riskant ist und wie Sie es in einer Minute abschalten.

Porträt von Floreal Rubio SerranoFloreal Rubio SerranoGeschäftsführer
Veröffentlicht am 3 Min. Lesezeit
Illustration: Ein Roboterarm hängt automatisch ein Rabatt-Etikett an eine Suchanzeige, daneben ein Schalter

Was sich geändert hat

Seit dem 12. Oktober 2026 liest Google Ads Ihre Website nach Angeboten ab, also nach Rabatten, Aktionen oder Gutscheinen, und zeigt diese automatisch unter Ihren Anzeigen an. Sie müssen dafür nichts tun, und genau das ist der Punkt: Die Funktion ist von allein eingeschaltet. Betroffen sind praktisch alle Unternehmen, die in ihren Anzeigen eine Adresse anzeigen lassen. Google hat das nicht angekündigt, sondern still in die Hilfeseiten geschrieben (Quelle: Search Engine Roundtable).

Warum das für Industrie und Mittelstand ein Problem sein kann

In einem Onlineshop ist „10 % Rabatt“ ein normaler Satz. Auf der Website eines Herstellers steht so etwas selten, aber irgendwo findet sich fast immer etwas: ein altes Messeangebot, eine Aktion für Händler oder ein Hinweis auf einer Karriereseite. Google erkennt das als Angebot und hängt es an Ihre Anzeige (ohne, dass jemand aus Ihrem Unternehmen eine Benachrichtigung darüber erhält).

Bei einem unserer Kunden aus der Nutzfahrzeugbranche haben wir letzte Woche genau das gefunden: Google hatte ein „Messeangebot bis 30.09.“ von einer Unterseite erkannt. Das Angebot gab es längst nicht mehr. Hätte die Anzeige es im November gezeigt, hätte der erste Anruf des Interessenten mit der Frage nach einem Angebot begonnen, das es gar nicht mehr gibt.

So schalten Sie es ab

Das dauert eine Minute und gilt für das ganze Konto. So gehen Sie in Google Ads vor:

  1. Links im Menü auf „Kampagnen“ klicken.
  2. „Assets“ und darunter erneut „Assets“ öffnen.
  3. Rechts auf die drei Punkte „Mehr“ klicken und „Automatisch erstellte Assets auf Kontoebene“ wählen.
  4. Wieder rechts auf die drei Punkte „Mehr“ klicken und „Erweiterte Einstellungen“ öffnen.
  5. „Automatische Angebote“ auswählen und deaktivieren.
  6. Auf „Speichern“ klicken.

Google Ads: Einstellung „Automatische Angebote“ deaktivieren

Wenn eine Agentur Ihr Konto betreut, fragen Sie einfach nach, ob das erledigt ist. Wir haben es in allen Konten gemacht, die wir betreuen.

Was ich sonst noch empfehle

Auf derselben Einstellungsseite gibt es noch mehr Dinge, die Google von allein für Sie erledigt: zusätzliche Links unter der Anzeige, kurze Werbetexte, Bilder. Alles ist standardmäßig an. Für manche Unternehmen ist das in Ordnung, für andere nicht. Mein Rat: Einmal im Quartal diese Seite öffnen und bewusst entscheiden, was an bleibt.

Wenn Sie nicht sicher sind, was in Ihrem Konto gerade alles automatisch läuft, schauen wir gemeinsam rein: Kostenloser Google-Ads-Check.

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Häufige Fragen zu diesem Thema

Woran erkenne ich, ob Google bei mir schon Angebote eingeblendet hat?
In Google Ads unter „Assets“ nach dem Typ „Promotion“ filtern. Steht in der Spalte „Quelle“ das Wort „Automatisch erstellt“, hat Google das Angebot selbst von Ihrer Website geholt. Alternativ suchen Sie bei Google nach Ihrem Firmennamen und schauen, ob unter Ihrer Anzeige ein Angebot steht, das Sie nicht selbst angelegt haben.
Kostet mich das zusätzlich Geld?
Nicht direkt, Sie zahlen weiterhin nur für Klicks. Ein auffälliges Angebot kann aber mehr Klicks von Leuten bringen, die nur wegen des vermeintlichen Rabatts klicken und dann enttäuscht sind. Das sind bezahlte Besuche ohne Nutzen.
Ich möchte Angebote zeigen, aber selbst bestimmen welche. Geht das?
Ja. Legen Sie Ihre Angebote selbst als Promotion-Asset an, mit festem Zeitraum und Wortlaut. Sobald eine Kampagne ein eigenes Angebot hat, fügt Google dort kein automatisches mehr hinzu. Die Automatik können Sie trotzdem zusätzlich abschalten, dann sind Sie auf der sicheren Seite.

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Fragen zum Beitrag | 30 Min

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