Marketing Due Diligence: Risiken erkennen, bevor sie Ihr Multiple kosten
Marketing ist in den meisten Transaktionen der Wachstumstreiber mit der schwächsten Prüfungstiefe. Wir schließen diese Lücke: unabhängig, datengetrieben und in einer Sprache, die im Investment Committee funktioniert.
Kein Umsetzungsmandat im Anschluss, kein Upselling an das Target.
Kennzahlen werden neu gerechnet, nicht abgeschrieben.
Gedacht in Haltedauer und Exit, nicht in Kampagnenlaufzeiten.
Der Wachstumstreiber, den im Deal am seltensten jemand nachrechnet
Finanzen, Recht und Technologie werden gründlich geprüft. Wie zuverlässig Nachfrage entsteht und was sie im Skalierungsfall kostet, bleibt dagegen meist auf Folienebene. Die Folgen zeigen sich später: ein zu optimistischer Business Case, operative Reibung nach dem Closing und eine Bewertung, die im Exit nicht hält.
Illustrative Darstellung wiederkehrender Befunde aus Prüfungen.
Wachstumsannahmen ohne Beleg
Der Business Case unterstellt eine Kurve, die aus Szenarien stammt und nicht aus Leistungsdaten. Niemand hat geprüft, ob die Kanäle diese Kurve überhaupt tragen können.
Skalierbarkeit bleibt ungetestet
Ein Kanal, der bei 50.000 Euro Monatsbudget funktioniert, verhält sich bei 250.000 Euro anders. Steigende Akquisitionskosten werden im Modell selten sauber abgebildet.
Kanalabhängigkeit als blinder Fleck
Hängt der Großteil der Nachfrage an einer Plattform, einem Account oder einer einzelnen Kampagnenstruktur, ist das ein Klumpenrisiko mit direktem Effekt auf die Bewertung.
Attribution, die zu gut aussieht
Doppelt gezählte Conversions, Last-Click-Logik und Markennachfrage, die als Performanceleistung verbucht wird, verschieben ROAS und CAC in eine Richtung, die dem Deal nicht standhält.
Wir prüfen den Investment Case dort, wo er entsteht
Grundlage sind operative Kennzahlen aus den Systemen des Targets, nicht die Erzählung darüber. Aus der Analyse entsteht ein Bild davon, welcher Teil des Wachstums wiederholbar ist und welche Maßnahmen den Wert nach dem Einstieg bewegen.
Unit Economics belastbar machen
CAC, CLV, Payback-Periode, Deckungsbeiträge je Kanal und Kohorte. Wir rechnen die Kennzahlen neu, statt die Zahlen des Targets zu übernehmen.
Skalierungspotenzial und Grenzen
Wo lässt sich Budget mit stabiler Effizienz erhöhen, ab welchem Punkt kippt die Ökonomie und welche Barrieren stehen dem Plan entgegen.
Reproduzierbarkeit statt Personenglück
Prüfung von Prozessen, Dokumentation und Key-Person-Abhängigkeit. Wachstum, das an einer Person hängt, ist kein Asset, sondern ein Risiko.
Budgetstruktur und Mitteleinsatz
Aufteilung zwischen investivem Aufbau und laufendem Betrieb, Agenturkosten, Tooling und interne Kapazität im Verhältnis zum erzeugten Ergebnis.
Red Flags für die Dealstruktur
Befunde, die in Kaufpreis, Earn-out oder Garantien gehören, klar benannt und mit Größenordnung versehen.
Agenda für die Zeit nach Closing
Priorisierte Maßnahmen mit erwarteter Wirkung, Aufwand und Verantwortlichkeit, damit der Wertbeitrag nicht erst im zweiten Jahr beginnt.
Vom Screening bis zum Exit dieselbe Frage: Trägt das Wachstum?
Buy-Side
Sie gehen mit einer belegten Einschätzung in die Verhandlung: Welche Teile des Wachstums sind gekauft, welche verdient, und was davon bleibt nach dem Signing bestehen.
Portfolio
Nach dem Einstieg zählt operative Absicherung. Wir zeigen, wo Wachstum wiederholbar ist und wo es systematisch nachgebaut werden muss.
Exit
Wertentwicklung muss nachvollziehbar sein. Eine dokumentierte Marketingmaschine mit sauberer Messlogik ist im Exit-Prozess ein Argument, kein Fragezeichen.
Von der Marktanalyse bis zu Paid Media und Performance-KPIs
Markt- und Wettbewerbsanalyse
Nachfragevolumen, Sichtbarkeitsanteile und Wettbewerbsdruck in den relevanten Kanälen.
Positionierung und Nachfrage
Trägt das Versprechen die geplante Zielgruppenausweitung oder endet es im bestehenden Segment.
Paid Media und Performance-KPIs
Kontostrukturen, Gebotslogik, Creative-Pipeline, ROAS und Effizienz über Budgetstufen hinweg.
Organische Kanäle und GEO
Sichtbarkeit in Suche und generativen Systemen, Abhängigkeit von einzelnen Rankings und technische Substanz.
Funnel, CRO und Datenqualität
Conversion-Pfade, Tracking-Setup, Consent-Auswirkungen und Verlässlichkeit der Reportingbasis.
Team, Setup und Dienstleister
Interne Kapazität, Agenturverträge, Toolstack und die Frage, wer das Wachstum tatsächlich erzeugt.
In vier Schritten zum Befund
Scoping
Investment-These, Dealtimeline und Prüfungstiefe werden festgelegt. Sie wissen vorab, was Sie erhalten.
Datenzugang und Sichtung
Werbekonten, Analytics, CRM und Reportings werden gespiegelt und auf Konsistenz geprüft.
Analyse und Interviews
Neuberechnung der Kennzahlen, Gespräche mit den Verantwortlichen, Abgleich mit dem Business Case.
Bericht und Debriefing
Befunde, Risiken, Werthebel und Handlungsempfehlungen, im Termin gemeinsam durchgesprochen.
„Wenn der Umsatz nicht kommt, liegt die Ursache fast immer im Marketing. Und sie ist messbar."
Jan Becker verantwortet die Prüfungen persönlich. Vor EUPHORIA arbeitete er bei Google, seither hat er über 200 Wachstumsprojekte begleitet, von Early-Stage-Startups bis zu etablierten Mittelständlern. Diese Perspektive macht den Unterschied zwischen einer Zahl im Reporting und einer Aussage darüber, ob sie im nächsten Budgetjahr Bestand hat.

Häufige Fragen
Wie lange dauert eine Marketing Due Diligence?
Je nach Datenlage und Dealgröße liegt der Regelfall zwischen zehn Arbeitstagen und drei Wochen. Für zeitkritische Prozesse liefern wir eine verdichtete Red-Flag-Einschätzung deutlich früher.
Welche Daten benötigen Sie vom Target?
Zugriff auf Werbekonten und Analytics, die Kosten- und Umsatzstruktur der letzten 24 Monate, Kanal- und Kampagnenreportings, CRM-Auszüge zu Leads und Kohorten sowie ein Gespräch mit den Marketingverantwortlichen. Fehlen Datenpunkte, ist genau das bereits ein Befund.
Was unterscheidet Sie von einer klassischen Commercial Due Diligence?
Die Commercial DD prüft Markt und Positionierung. Wir prüfen die operative Maschine dahinter: ob die unterstellten Wachstumsraten mit realen Akquisitionskosten, Attributionslogik und Kanalkapazitäten überhaupt erreichbar sind.
Arbeiten Sie auch für die Sell-Side?
Ja. Eine Vendor Marketing Due Diligence macht die Qualität des Wachstums vor dem Prozess belegbar und nimmt Diskussionen im Datenraum vorweg.
Besteht ein Interessenkonflikt, weil Sie selbst Marketing umsetzen?
Nein. Das Mandat endet mit dem Bericht. Wir verkaufen im Rahmen einer Prüfung keine Umsetzungsleistung an das Target und weisen jede Empfehlung so aus, dass sie mit jedem Dienstleister umsetzbar ist.
Was erhalten wir am Ende konkret?
Einen Bericht mit Bewertung der Wachstumsannahmen, quantifizierten Risiken, Werthebeln mit Effektabschätzung, einer Red-Flag-Liste für die Dealstruktur und einer priorisierten 100-Tage-Agenda für die Zeit nach Closing.
Sprechen wir über Ihren Deal.
Schildern Sie kurz Situation und Zeitrahmen. Sie erhalten eine erste Einschätzung, welche Prüfungstiefe sinnvoll ist und worauf wir bei diesem Targettyp erfahrungsgemäß zuerst schauen.
- VertraulichAuf Wunsch vorab per NDA, Inhalte bleiben zwischen uns.
- Kein Verkaufsgespräch30 Minuten fachlicher Austausch zu Ihrem konkreten Fall.
- Klarer RahmenUmfang, Zeitplan und Aufwand werden transparent benannt.
- UnabhängigKein Umsetzungsinteresse am geprüften Unternehmen.
- Direkt mit dem Founder, nicht mit dem Vertrieb
- Erste Einschätzung zur Prüfungstiefe
- Transparenter Rahmen zu Zeitplan und Aufwand





























